DIE VISION EINES SUBKULTURMINISTERIUMS

Sämtliche Essays von 2005 bis 2020 stehen in der Rubrik "KULTURPOLITIK" als PFD zum Download bereit! Einen der Artikel zur Einführung ins Thema hat KULTURA-extra.de publiziert: "Kultur kommt aus dem seelischen Offoffoff - Ein Subkulturministerium würdigt die Kreativität" - und eine ZUSAMMENFASSUNG ausgewählter Textauszüge aller Materialien bietet die Festival-Rubrik "OFF ODER OFFIZIELL".


"Bleibt man also einem elitären Staatskunstbegriff verhaftet, der Gelder aristokratisch von oben nach unten an repräsentativ auserwählte Stars und Sternchen verteilt, oder will man die Kunst "flächendeckend" subventionieren, wie es die Kulturpartei vor einigen Jahren forderte, indem man die Künstler von unten abholt und ihre Lebenssituation nachhaltig verbessert? Das wäre die Vision eines Subkulturministeriums. In jeder Stadt müsste es eine Filiale als Anlaufstelle für Kulturschaffende geben, um Honorare und Organisationskosten für solche Projekte zu übernehmen, die bislang mangels Bekanntheitsgrad in den Offoffoff-Bereich fallen, also fast schon ins ungewollt rein private Vergnügen und damit formalrechtlich ins Hobbymäßige." De Toys @ OFFSZENE.de

"Deutschland lässt seine rein ökonomisch erfolglosen Künstler am Rande der Armut verzweifeln und beweist damit einen seelisch verarmten, unkritischen Kulturbegriff, der nur einseitige Erfolgsrezepte (Massenkompatibilität) übersubventioniert und das subkulturelle Off seinem eigenen Hartz4-Schicksal ohne öffentliche Bühne überlässt. ... Die FREIHEIT der "freien Kunst" wurde der praktischen Verwertbarkeit von Kreativität in einer sogenannten Kreativwirtschaft geopfert - und damit die Freiheit der SEELE des Menschen sabotiert! ... die gesamte Menschheit hyperventiliert auf einer kollektiv-manischen Ebene von Produktionswahn und Konsumwahn. ... Wir verkümmern geistig und seelisch und nennen diese permanente Passivität dann 'Kultur'. Die neue Volkskrankheit ist kein Virus sondern die reine Virtualität." De Toys @ KULTURA-extra.de