L E R N : L Y R I K

CORONA-QUARANTÄNE?  KEINE LYRIKQUARANTÄNE!  LYRIKFESTIVAL.DE  PRÄSENTIERT

www.SCHULGEDICHTE.de

DIGITALE DOKUMENTATION FÜR DAS #ZUHAUSELERNEN


Mehr Medienkompetenz: der "Digitalpakt Schule" fördert digitale Bildung durch digitales Lernen! ZEITGEMÄßER DEUTSCHUNTERRICHT zum Lehrstoff "zeitgenössische Lyrik" muss Schülern einen spannenden Zugang zum echten kulturellen Geschehen ermöglichen, um ihre Neugier zu wecken. MULTIMEDIALE DOKUMENTATIONEN von Live-Lyrik-Events erfüllen diesen Anspruch. Das PDF "LERN:LYRIK" enthält 36 weiterführende Unterrichtsfragen zu allen Beispielgedichten (Audiotracks @SoundCloud) der 9 Live-Festivalautoren für poesiepädagogische Zwecke, von der "learn:line" des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen präsentiert:


Liebe Nutzer, es gibt zwei praktische Möglichkeiten des Umgangs mit den LERN:LYRIK-Materialien: Entweder das PDF downloaden und die darin integrierten Direktlinks zu allen 9 SoundCloud-Tracks aktivieren, oder in die weiter unten angezeigte Unterrubrik der Dokumentation (PLAYLISTS) wechseln, wo alle Unterrichtsaufgaben über den jeweiligen SoundCloud-Tracks beschrieben sind, was besonders für die Nutzung via Handy taugt!

Download
"LERN:LYRIK" - 9 x 4 Unterrichtsaufgaben zur zeitgenössischen Live-Lyrik der Festival-Autoren (Version vom 17.4.2020)
MEGABESCHEUERTE AUFGABEN FÜR SUPERLANGWEILIGE DEUTSCHSTUNDEN ÜBER "ZEITGENÖSSISCHE LYRIK" VON LEBENDEN DICHTERN, DIE KEINER BRAUCHT! ODER? WARUM POESIE IM UNTERRICHT DOCH NOCH SPAß MACHEN KANN... ...VERRÄT DAS POESIEPÄDAGOGISCHE PDF FÜR DEN PROGRESSIVEN LYRIKUNTERRICHT! © POEMiE™ (G&GN-INSTITUT)
LERN.LYRIK 9 Unterrichtsaufgaben 2020.pd
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LUST AUF MEHR LERN:LYRIK? 55 Schulgedichte mit 15 Unterrichtsfragen & 3 Hausaufgaben des Lyrikfestival-Kurators/Organisators/Moderators (Version vom 17.4.2020)
Der autodidaktische Poesiepädagoge hinter dem "LERN:LYRIK"-PDF ist der Betreiber des G&GN-INSTITUTS seit 1990 Tom de Toys, der alle 3 Offlyrikfestivals seit 1995 kuratierte, organisierte und moderierte. Mit seiner ausführlichen Lyrik-Unterrichtseinheit ist er seit 2014 im Schulprogramm des Kulturamtes Düsseldorf vertreten und kann dort auch live gebucht werden, siehe www.schulgedicht.de (im Singular). De Toys ist bereits seit den 90ern als Lyrikperformer in Schulen & Universitäten gewesen, u.a. in Köln, Berlin, auf Fehmarn und in Brasilien (dank einer ambitionierten Deutschlehrerin als Tourmanagerin und Goethe-Institut).
55 SCHULGEDICHTE 2014-2020 inkl. Denkspo
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"In unserer Kultur macht sich ohnehin ständig jeder Aufzeichnungen über alles mögliche, und es wird als wesentlich wichtiger angesehen, zu notieren was geschieht, als ein Ereignis zum Zeitpunkt seines Geschehens zu erleben. Diese Entwicklung frißt uns auf, weil es wichtiger geworden ist, die Buchhaltung in Ordnung zu halten, als das eigentliche Geschäft gut zu führen."

Alan Watts, in: Das Tao der Philosophie (1995)

 

DIE 4 BEREICHE DER DOKU DES 3.OFFLYRIKFESTIVALS: FILME, FOTOS, SOUND & TEXTE

Textbeispiele der Live-Lyriker finden sich in der Festival-Rubrik LYRIK. Weitere aktuelle DichterInnen finden sich im FORUM (Poesiesalon.de)


PLAYLISTS: YouTube & SoundCloud + 1 FOTO-ALBUM:

Digital in der 1.Reihe sitzen und die 9 Autoren ERLEBEN:

9 ausgekoppelte Lyrik-Singles für den SCHULUNTERRICHT:

Bleibende Erinnerungen an einige besondere MOMENTE:


Die Online-Dokumentation des 3.Offlyrik-Festivals dank...

...Festivalfotograf ROMAN PLOENES

Roman Ploenes, Jahrgang 1966, lebt und arbeitet in Köln und Leverkusen im Bereich künstlerischer Fotografie und digitaler Grafik. Ein Schwerpunktthema ist die Struktur und Formensprache des Wassers. Beeinflusst von den Gedanken des modernen Philosophen Vilém Flusser setzt der Künstler neben klassischer Fotografie und Fototechnik die digitale Grafik ein. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Seit 2000 zusätzlich Lektortätigkeit im Bereich Kunst- Religions- und Kulturwissenschaft.

Links: Kulturserver NRW & Fotoprojekt Freiburg & Atelier Ploenes


...Festivalfilmerin WILDA WAHNWITZ mit Kollege KARL H. BAAKE

Wilda WahnWitz (alias Myrite Maduse), Jahrgang 1952, lebt in Köln. Seit 2003 Soundforscherin, seit 2004 Filmemacherin/Videokünstlerin und Videoeditorin. WWW dokumentiert in ihren TV-Gesellschafts-Satiren den alltäglichen Wahnsinn unserer Politik, Umwelt und Kultur. Außerdem berichtet die kreative Videokünstlerin regelmäßig über die Kunst- und Kulturszene in Köln und Umgebung. Zu sehen sind ihre Videos im Programm von nrwision. Sie ist Mitglied der Vereine 68elf und NKF (Neuer Kölner Filmhaus). Methodisch arbeitet sie mit Vorliebe dokumentarisch im Stil der Videoguerrilla, spontan und situationsbedingt. Dies gilt auch für eigene ViralArtPerformances und Spielfilme, die entsprechend authentische Improfictions sind. Sie kreuzt oft dokumentarische und spielerische Elemente, betreibt Genrefucking und bei Videoart dubbt sie bevorzugt Originalmaterial bis zum optimalen Effekt. Inhalte betreffen persönliche Befindlichkeiten wie Höhenangst, Sozialabbau, Gewinn und Verlust von Heimat und Gemeinschaft, Verortung des Ichs.
Kanäle: Vimeo & YouTube

Karl H. Baake ist Mitglied in der VC (Videofilm Cooperation der VHS Düsseldorf) und des Vereins NKF (Neuer Kölner Filmhaus) sowie im BDFA (Bundesverband Deutscher Film-Autoren) und bei der GNS (General News Service Presse Germany)



"Wenn aber das Publikum sich mit dem konkreten Universum identifizierte, dann hätte der Schriftsteller wahrlich über die menschliche Totalität zu schreiben. Nicht über den abstrakten Menschen aller Zeiten und für einen zeitlosen Leser, sondern über jeden Menschen seiner Epoche und für seine Zeitgenossen. Plötzlich wäre die literarische Antinomie der lyrischen Subjektivität und der objektiven Zeugenschaft überwunden. Demselben Abenteuer verpflichtet wie seine Leser und genau wie sie in eine einheitliche Gemeinschaft hineingestellt, würde der Schriftsteller, wenn er von ihnen spricht, von sich selber sprechen und, wenn er von sich selber spricht, über sie sprechen. (...) wenn die Literatur sich eines Tages ihres Wesens erfreuen soll, dann wird der Schriftsteller ohne Klasse, ohne Kollegen, ohne Salons, ohne großartige Ehrungen, ohne Würdelosigkeit in die Welt und unter die Menschen geworfen werden, (...) er wird wissen, daß ihm nicht die Anbetung des Geistigen zukommt, sondern die Vergeistigung. Vergeistigung - das heißt: WIEDERINBESITZNAHME. Und es gibt nichts anderes zu vergeistigen und nichts anderes wieder in Besitz zu nehmen als diese bunte und konkrete Welt ... Der Schriftsteller wird die Welt unverändert wieder in Besitz nehmen - ganz roh, schwitzend, stinkend, alltäglich, um sie auf der Grundlage einer Freiheit Freiheiten darzubieten. (...) die Literatur ist, ihrem Wesen nach, die Subjektivität einer in permanenter Revolution befindlichen Gesellschaft. In einer solchen Gesellschaft würde sie den Widerspruch von Wort und Tat überwinden. (...) In einer Gemeinschaft, die immer wieder zur Besinnung kommt, sich beurteilt und verwandelt, kann das geschriebene Werk eine wesentliche Voraussetzung zur Tat sein, d.h. das Moment eines reflektiven Bewußtseins. So würde in einer nicht erstarrten Gesellschaft ohne Klassen und ohne Diktatur die Literatur ganz ihrer selbst bewußt werden: sie würde begreifen, daß Form und Inhalt, daß Publikum und Stoff identisch sind, daß die formale Freiheit des Redens und die materielle Freiheit des Handelns sich gegenseitig ergänzen (...) Selbstverständlich handelt es sich hier um eine Utopie: es ist möglich, eine solche Gesellschaft sich vorzustellen, aber wir verfügen praktisch über kein Mittel, sie zu verwirklichen."

Jean-Paul Sartre, 1950 in: WAS IST LITERATUR?

 

"Man könnte meinen, daß die Lebensbereiche es auch im Gedicht nötig haben, sich immer enger zusammenzuschließen. Privates und Öffentliches überlagern sich derart, daß sie zu einem Agreement kommen müssen, ob sie wollen oder nicht. (...) Das 'öffentliche' Gedicht meint also Gesellschaft, aber natürlich poetisch, nicht soziologisch. Es meint ihre Einrichtungen und ihre Korrumpierungen. Es setzt diese Massengesellschaft voraus, vor der ersten Gedichtzeile, und möchte die der Sensibilität des einzelnen phantastisch und oft genug gespenstisch anmutenden Erscheinungsformen poetisch leibhaft werden lassen. Es tut das oft, ohne daß man ihm Stellungnahmen anmerken könnte. Es registriert eher als es kommentiert. (...) Aussprache sei hier als nichts anderes denn ein kurzes Belichten von Dasein verstanden, eines Daseins, das stellvertretend für unzählige steht. Die 'Belichtung' bemüht sich darzulegen, daß der Tod des einzelnen, so gering sein Leben auch anzusehen ist, etwas eröffnet, was mehr ist als in der Ziffer einer Statistik festgehalten werden kann, etwas, das nicht einzuordnen ist in abstrakte Zahlenkolonnen. Dieser winzige Rest, der nicht aufgeht, der ein Ärgernis oder ein Geheimnis bleibt, der jedenfalls unbequem ist ..."
Karl Krolow (11.3.1915-21.6.1999), 1960/61 in der 4.Vorlesung als Gastdozent für Poetik an der Universität Frankfurt im Wintersemester: "DAS POLITISCHE ALS DAS ÖFFENTLICHE GEDICHT" (erschienen in: ASPEKTE ZEITGENÖSSISCHER DEUTSCHER LYRIK, 1963, LISTBücher 249)